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Die US-Arzneibehörde FDA äußerte sich nach dem Tod von 9 Frauen zu einer möglichen Verbindung zwischen Brustimplantaten und einer sehr seltenen Krebsform.


Die US-Arzneibehörde FDA äußerte sich nach dem Tod von 9 Frauen zu einer möglichen Verbindung zwischen Brustimplantaten und einer sehr seltenen Krebsform.

Zusammenhang zwischen seltenem Lymphom und Brustimplantaten schon länger vermutet

Bereits seit 2011 sammelt die Behörde Food and Drug Administration (FDA) Datenmaterial zu Fällen des sogenannten ALCL, ein sehr seltenes großzelliges anaplastisches Zell-Lymphom, an dem offenbar ausschliesslich Frauen mit Brustimplantaten erkranken.
Damals gaben rund 60 bekannte Fälle der seltenen Variante eines Non-Hodgkin-Lymphoms Grund zur Annahme, das Implantate ein möglicher Auslöser seien;
bis Anfang Februar diesen Jahres dokumentierte die FDA bereits 359 Fälle.

Implantat-Oberfläche scheinbar ein Faktor

Ein Großteil der Lymphom-Fälle fiel scheinbar nur zufällig bei der Implantat-Entfernung auf- die Informationen zu diesen Fällen wurden in Form von Medical Device Reports zwar an die Arzneibehörde weitergeleitet, doch kann durch die dünne Datenlage keine sichere Aussage über die tatsächliche Ursache getroffen werden.
Auffällig bei der Datenauswertung ist zumindest die hohe Zahl von Erkrankungen bei Frauen, denen Implantate mit strukturierter Oberfläche eingesetzt wurden. Man vermutet demnach bei diesen Implantaten ein höheres Risiko; denn von allen gemeldeten Fällen, bei denen Angaben über die Oberflächenstruktur gemacht wurden (insgesamt 231 Berichte), waren in 203 Fällen Implantate mit strukturierter Oberfläche verwendet worden. Darüberhinaus kann über den Einfluss des Füllmaterials (Silikon oder Kochsalzlösung) durch vorliegende Informationen keine Aussage getroffen werden.

Was ist Patientinnen zu raten?

Sowohl die FDA, als auch die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie (DGPRÄC) betonen, dass es sich bei ALCL um eine sehr seltene Krebsart handelt und auch nach dem neusten Informationsstand keinesfalls dazu geraten wird, Implantate vorsorglich ohne bestehende Beschwerden entfernen zu lassen.
In Deutschland wurde dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bislang noch kein Fall des seltenen Lymphoms gemeldet, dennoch wird das Thema hierzulande diskutiert und wachsam beobachtet. Eine jährliche Kontrolle der Implantate durch Ultraschall wird Frauen mit Brustimplantaten ohnehin bereits empfohlen.

Prognose nach ALCL-Diagnose gut

Nach Diagnose des seltenen Lymphoms bei Frauen mit Brustimplantaten sind die Chancen auf Heilung gut. Nur in seltenen Fällen muss auf eine Bestrahlungstherapie zurückgegriffen werden, da eine Entfernung des Implantats und des umgebenden Gewebes in der Regel genügt. Wichtig ist, bei Beschwerden zu handeln und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Quellen:
https://www.dgpraec.de/sites/default/files/2017-03-24-ALCL_FDA_0.pdf
https://www.fda.gov/MedicalDevices/ProductsandMedicalProcedures/ImplantsandProsthetics/BreastImplants/ucm239995.htm

Bereits seit 2011 sammelt die Behörde Food and Drug Administration (FDA) Datenmaterial zu Fällen des sogenannten ALCL, ein sehr seltenes großzelliges anaplastisches Zell-Lymphom, an dem offenbar ausschliesslich Frauen mit Brustimplantaten erkranken.
Damals gaben rund 60 bekannte Fälle der seltenen Variante eines Non-Hodgkin-Lymphoms Grund zur Annahme, das Implantate ein möglicher Auslöser seien;
bis Anfang Februar diesen Jahres dokumentierte die FDA bereits 359 Fälle.

Implantat-Oberfläche scheinbar ein Faktor

Ein Großteil der Lymphom-Fälle fiel scheinbar nur zufällig bei der Implantat-Entfernung auf- die Informationen zu diesen Fällen wurden in Form von Medical Device Reports zwar an die Arzneibehörde weitergeleitet, doch kann durch die dünne Datenlage keine sichere Aussage über die tatsächliche Ursache getroffen werden.
Auffällig bei der Datenauswertung ist zumindest die hohe Zahl von Erkrankungen bei Frauen, denen Implantate mit strukturierter Oberfläche eingesetzt wurden. Man vermutet demnach bei diesen Implantaten ein höheres Risiko; denn von allen gemeldeten Fällen, bei denen Angaben über die Oberflächenstruktur gemacht wurden (insgesamt 231 Berichte), waren in 203 Fällen Implantate mit strukturierter Oberfläche verwendet worden. Darüberhinaus kann über den Einfluss des Füllmaterials (Silikon oder Kochsalzlösung) durch vorliegende Informationen keine Aussage getroffen werden.

Was ist Patientinnen zu raten?

Sowohl die FDA, als auch die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie (DGPRÄC) betonen, dass es sich bei ALCL um eine sehr seltene Krebsart handelt und auch nach dem neusten Informationsstand keinesfalls dazu geraten wird, Implantate vorsorglich ohne bestehende Beschwerden entfernen zu lassen.
In Deutschland wurde dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bislang noch kein Fall des seltenen Lymphoms gemeldet, dennoch wird das Thema hierzulande diskutiert und wachsam beobachtet. Eine jährliche Kontrolle der Implantate durch Ultraschall wird Frauen mit Brustimplantaten ohnehin bereits empfohlen.

Prognose nach ALCL-Diagnose gut

Nach Diagnose des seltenen Lymphoms bei Frauen mit Brustimplantaten sind die Chancen auf Heilung gut. Nur in seltenen Fällen muss auf eine Bestrahlungstherapie zurückgegriffen werden, da eine Entfernung des Implantats und des umgebenden Gewebes in der Regel genügt. Wichtig ist, bei Beschwerden zu handeln und Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Quellen:
https://www.dgpraec.de/sites/default/files/2017-03-24-ALCL_FDA_0.pdf
https://www.fda.gov/MedicalDevices/ProductsandMedicalProcedures/ImplantsandProsthetics/BreastImplants/ucm239995.htm

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