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Der Wunsch nach mehr Sicherheit und Qualität bei Implantaten besteht spätestens seit dem PIP-Skandal. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Entwurf für ein bundesweites staatliches Implantateregister erarbeitet. Dieser wurde heute vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht.

Durch einheitliches Register Mängel schneller erkennen

Hersteller sind dann verpflichtet, ihre Produkte in einer Datenbank zu registrieren. Kliniken, Krankenkassen und Patienten müssen verwendete Implantate dort melden. „Dadurch wissen wir künftig, wer welches Implantat bekommen hat“, so Spahn. Risiken können schneller erkannt werden. „Wenn wir Probleme mit einem Produkt fest­stellen, können wir dann schnell abfragen, ob es ähnliche Fälle gibt und im Zweifelsfall Patienten warnen.“

Mehr Sicherheit für gesetzlich und privat Versicherte

Die erfassten Daten, wie zum Beispiel die Verweildauer von Implantaten im Körper oder etwaige Komplikationen, können Aufschluss über die Qualität der verwendeten Implantate und die implantierenden Einrichtungen geben. Durch eine klare Datenlage können Empfehlungen ausgesprochen und Risiken gebannt werden.

Verbindliches Register in 2 Jahren erwartet

Als erste Implantate sollen voraussichtlich ab Mitte 2021 dann Brustimplantate, Hüftgelenk- und Knieendoprothesen in der Datenbank erfasst werden. Eine entsprechende Rechtsverordnung wird zusätzlich zu Jens Spahns Gesetzesentwurf erarbeitet werden.


Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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