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Beschädigung, Platzen, Auslaufen von Implantaten

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Brustvergrösserung ohne Operation

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Was kostet eine Brustvergrösserung – Die Preise von Brustimplantaten

Die Preise für eine Brustvergrösserung mit Implantaten können von Arzt zu Arzt und Klinik zu Klinik variieren und sind von der fachärztlichen...

Silikonimplantate

Silikonimplantate werden in Europa ganz klar favorisiert; ihr Marktanteil liegt bei ca. 90%! In der Hauptsache handelt es sich dabei um kohäsive...

Im Prozess gegen wegen mangelhafter Zertifizierung der PIP-Brustimplantate, die mit Industriesilikon gefüllt waren, wurde der TÜV Rheinland in Frankreich nun von einem französischen Berufungsgerichts freigesprochen. Tatsächlich hatte der TÜV nur einen Teil der Fertigungskette des Herstellers begutachtet, nicht aber das fertige Produkt.
10.000 geschädigte Frauen wollen allerdings weiterhin Schadensersatz von dem Unternehmen und gingen nun in Toulon Ende Juli vor Gericht. Der TÜV selbst sieht sich nur als Opfer der betrügerischen Machenschaften des PIP-Chefs Jean-Claude Mas, der auch deswegen bereits verurteilt wurde. In Deutschland ging die Klage bis zum BGH, das die Fragestellung an den Europäischen Gerichtshof zur Klärung weitergereicht hat.
Das Urteil im jetzigen Prozess wird im Dezember erwartet.

Auch das Landgericht Essen hat in der Sache PIP-Geschädigter vs. TÜV Rheinland eine Klage abgewiesen, das Urteil erging am 9.2.2015. In diesem Fall hatte ein Frau auch gegen das Universitätsklinikum Essen, die Brenntag GmbH und die Société Allianz geklagt. Wie in bisher allen Urteilen hat auch das LG Essen die Klage gegen den Technischen Überwachungsverein im Zusammenhang mit Brustimplantaten des Herstellers Poly Implant Prothèse (“PIP”) für unbegründet gehalten.

Der TÜV Rheinland hatte seinerzeit lediglich den Herstellungsprozess/Produktionsablauf zertifiziert nicht aber eine Qualitätsüberprüfung der mangelhaften PIP-Implantate durchgeführt und fühlte sich selber vom Hersteller hintergangen, da dieser das Produkt damit ausgezeichnet hatte. Der Hersteller hatte eine gar nicht angegbene Silikonfüllung verwendet aber vorgegeben, ausschließlich Silikon von NuSil als Rohmaterial zu verwenden, dass für Brustimplantate geeignet gewesen wäre. Zum Zeitpunkt der Prüfung hatte PIP das Silikon von NuSil am Standort bereitgestellt, die Absicht minderwertige Rohmaterialien einzusetzten, systematisch verschleiert.
Der TÜV Rheinland hat auch Strafanzeige gegen PIP und die dort handelnden Personen gestellt.

Erhalten Frauen nach einer Brustenfernung aufgrund einer Krebserkrankung eine Rekonstruktion ihrer Brust, so sind sie glücklicher mit dem Endergebnis, wenn die Brust aus körpereigenem Gewebe wiederhergestellt wurde. Die Möglichkeit Brustimplantate zu verwenden führte zwar zu einer schnellen Rehabilitation, da das Einsetzen der Silikonimplantate bereits während der primären Operation möglich ist, schnitt aber bei der amerikanischen Umfrage, die jüngst veröffentlicht wurde, nicht nicht ganz so gut wie die Alternative ab.

Eine Brustrekonstruktion mit einem Brustimplantat ist heute in den meisten Fällen schon bei der Primäroperation möglich, so kann den Frauen (und gegebenenfalls auch ihren Partnern) der befremdliche Anblick einer fehlenden Brust erspart bleiben. Die Rekonstruktion mit eigenem Gewebe ist dagegen zeitlich deutlich aufwendiger. Mit durchaus 1 Jahr Wartezeit nach der Brustabnahme muss gerechnet werden, da sich das Gewebe (in vielen Fällen auch nach Bestrahlung) erholen kann. Der Eingriff selbst ist unter Verwendung von Muskeln aus dem Bauch-, Brust-, aber auch Rückenbereich sehr anspruchsvoll.
Um so mehr erstaunt das Ergebnis, dass die Betroffenen diese Art der Rekonstruktion bevorzugten. Die 47 Frauen, die sich für eine Rekonstruktion mit Eigengewebe entschieden hatten, benoteten die neuen Brust später im Durchschnitt mit 75 von 100 Punkten. Die 45 Frauen mit einem Brustimplantat gaben ihrer neuen Brust im BRUST-Q-Fragebogen 65,5 Punkte.

Ein möglicher Grund für die höhere Zufriedenheit mit dem „natürlichen“ Brustaufbau könnte der Umstand gewesen sein, dass die Patientinnen länger ohne Brust gelebt hatten, sich daher anders mit Ihrer Erkrankung auseinandergesetzt hatten und die Rekonstruktion noch bewusster angegangen sind. Auch mag das das höhere Lebensalter der Patientinnen von durchschnittlich 51 Jahren ein Faktor gewesen sein. Die Patientinnen der Implantatgruppe waren mit 44 Jahren deutlich jünger, mit mehr Betroffenen, die sich aufgrund eines genetischen Risikos vorsorglich hatten operieren lassen.


Quelle:
Eltahir, Yassir M.D.et al.
Which Breast Is the Best? Successful Autologous or Alloplastic Breast Reconstruction: Patient-Reported Quality-of-Life Outcomes
Plastic & Reconstructive Surgery; January 2015 - Volume 135 - Issue 1 - p 43–50

Das britisches Glamourgirl (36) ist sicherlich auch aufgrund ihrer auffallenden Oberweite (dank Brustimplantaten) berühmt. Aber wohl nicht üppig genug: es stehen anscheinend neue Brustimplantate auf der Wunschliste für den Weihnachtsmann. Laut dem Nachrichtenmagazin news.de will sie übrigens die alten Silikonkissen in die Versteigrung geben.

Nach 5 Kindern und sechs Brust-Operationen will Katie Price ihr Dècolletè nun noch einmal durch eine Brustvergrösserung präsenter machen. Erst vor wenigen Tagen konnte man ein Bild von ihr in den Medien sehen, das sie mit einem T-Shirt mit der Aufschrift «Lieber Weihnachtsmann, zu Weihnachten wünsche ich mir...» zeigt. «Vorschau auf Bill und Bob» benannte Katie Price ihr Selfie. Das Glamourgirl ist nicht die erste Prominente, die ihren Brüsten einen Namen gibt. Heidi Klum gab ihren Beiden die Namen Hans und Franz.

Ob mesenchymale Stammzellen für Patienten mit partieller Menisektomie, aus Biopsien isolierte Chondrozyten für Patienten mit zerstörten Nasenflügeln oder auf Trägersubstanzen gezüchtete Muskel- und Epithelzellen für Patienten mit Mayer-von- Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom, das klinische Potential der zellbasierten regenerativen Medizin ist noch lange nicht ausgeschöpft.
Die im Bioreaktor oder auf Kollagen- und anderen Trägersubstanzen gezüchteten Zellen ermöglichen Patienten mit irreversiblen Gewebeverlusten neue Lebensqualität. Im Bioreaktor gezüchtete, aus Biopsien entnommene Zellen können im innerhalb von zwei Wochen das vierzigfache ihrer ursprünglichen Menge erreichen. Dabei scheinen die ursprüngliche Herkunft der Zellen z. B. beim Knorpel aus Mesoderm (Gelenkknorpel) oder Neuroektoderm (Gewebe der Nase) und andere biophysikalische Unterschiede in der Praxis nicht immer relevant zu sein.

Bei Ziegen passten sich in vitro gezüchtete Nasenchondrozyten, die ins Gelenk verpflanzt wurden, gut an. Erste Studien am menschlichen Gelenk mit Chondrozyten laufen bereits, diese sind besonders gut geeignet, weil sie sich eigenständig regenerieren. Am meisten Hoffnung machen Untersuchungen, in denen zwei verschiedene, im menschlichen Organismus aneinander angrenzende Zelltypen, nebeneinander auf Trägersubstanzen gezüchtet werden.

In Folge einer in vitro Vorformung seitens der Chirurgen konnten so bisher auch komplexe, röhrenförmige Körpersysteme wie eine Vagina rekonstruiert werden. Nach sukzessiver Neubildung von Nerven, Schleimhäuten, Muskeln und Blutgefäßen löste sich der Träger im Gewebe vollständig auf. Neue Erkenntnisse über weitere Errungenschaften der Regenerativen Medizin werden langfristig bisher umständliche Rekonstruktionschirurgien wie z.B. nach Resektion von infiltrierend destruierenden Krebsarten hilfreich ergänzen.

Quellen: C. Thomas Vangsness Jr., Jack Farr II, Joel Boyd, David T. Dellaero, C. Randal Mills, Michelle LeRoux-Williams: Adult Human Mesenchymal Stem Cells Delivered via Intra-Articular Injection to the Knee Following Partial Medial Meniscectomy; J Bone Joint Surg Am, 2014 Jan 15;96(2):90-98.
und
Karoliina Pelttari1, Benjamin Pippenger1, Marcus Mumme1, Sandra Feliciano1, Celeste Scotti2, Pierre Mainil-Varlet3, Alfredo Procino4, Brigitte von Rechenberg5, Thomas Schwamborn6, Marcel Jakob1, Clemente Cillo4, Andrea Barbero1 and Ivan Martin1: Adult human neural crest–derived cells for articular cartilage repair; Sci Transl Med 27 August 2014: Vol. 6, Issue 251, p. 251ra119
und
Atlántida M Raya-Rivera, Diego Esquiliano, Reyna Fierro-Pastrana, Esther López-Bayghen, Pedro Valencia, Ricardo Ordorica-Flores, Shay Soker, James J Yoo, Anthony Atala: Tissue-engineered autologous vaginal organs in patients: a pilot cohort studyJ Bone Joint Surg Am, 2014 Jan 15;96(2):90-98.

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