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Beschädigung, Platzen, Auslaufen von Implantaten

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Brustvergrösserung ohne Operation

Viele Frauen, die unter dem subjektiven Leidensdruck einer zu kleinen Brust stehen, wollen nicht unbedingt Fremdkörper in ihren Körper eingebracht wissen,...

Was kostet eine Brustvergrösserung – Die Preise von Brustimplantaten

Die Preise für eine Brustvergrösserung mit Implantaten können von Arzt zu Arzt und Klinik zu Klinik variieren und sind von der fachärztlichen...

Silikonimplantate

Silikonimplantate werden in Europa ganz klar favorisiert; ihr Marktanteil liegt bei ca. 90%! In der Hauptsache handelt es sich dabei um kohäsive...

Eine 30-jährige Frau aus der kanadischen Stadt Toronto, überlebte einen Schuss aus kürzester Entfernung in die Brust nur, da die Silikonimplantate in ihrer Brust die Kugel abfingen. Durch die Silikonbrüste wurde die Flugrichtung der Kugel verändert und der Einschuss führte lediglich zu einer gebrochenen Rippe, während alle wichtigen Organe verfehlt wurden. Ohne Brustimplantate wäre die Kugel wahrscheinlich direkt ins Herz gegangen, vermuten die Ärzte. Die Frau wurde nach dem Attentat eines unbekannten Täters in eine Klinik eingeliefert und verblüffte die Ärzte mit einem „bemerkenswert unversehrten Zustand“.

Dieser bühnenreife Vorfall aus dem Jahr 2018 wurde kürzlich im medizinischen Fachblatt „Sage“ veröffentlicht.


Quelle: doi.org/10.1177/2513826X19898821

Betroffenen Frauen aus Deutschland droht ein erneuter Rückschlag im juristischen Kampf für Gerechtigkeit im PIP-Skandal. Nach Einschätzung eines Gutachters des Europäischen Gerichtshofes muss die Haftpflichtversicherung des französischen Unternehmens nicht für Schadenersatzforderungen deutscher Frauen aufkommen.


Dem Gutachten ging die Klage einer deutschen Patientin voraus, die 2006 fehlerhafte PIP-Brustimplantate erhalten hat. Sie forderte vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) Schadenersatz von der französischen Haftpflichtversicherung des Implantatherstellers.
Die Firma Poly Implant Prothèse (PIP) füllte Brustimplantate heimlich mit minderwertigem Industriesilikon und gefährdete wissentlich die Gesundheit tausender Frauen. Alleine in Deutschland waren fast 10.000 Patientinnen betroffen. Noch immer warten die Geschädigten auf Schadenersatz.

Versicherer zahlt nur im eigenen Land

Die französische Haftpflichtversicherung lehnt eine Schadenersatzforderung ab. Im Vertrag mit PIP befreie sie eine Gebietsklausel von der Pflicht, für Schäden außerhalb von Frankreich aufzukommen. Die Frankfurter Richter waren sich uneins, ob die Versicherer damit nicht gegen EU-Recht verstoßen und wandte sich mit dem Fall an den Europäischen Gerichtshof.

Eu-GH-Gutachter bestätigt: PIP-Versicherer im Recht

Laut Gutachter verstößt der Haftpflichtversicherer des französischen Implantatherstellers mit seiner Haltung nicht gegen heutiges EU-Recht. Frankreich stehe es zu, Patientinnen im eigenen Land stärker zu schützen. Die Versicherungsschutzpflicht für Medizinprodukte aus anderen EU-Ländern liege bei den jeweiligen Mitgliedsstaaten selbst. Demnach müsse Deutschland eine Regelung für die PIP-Betroffenen finden.

Schadenersatz-Urteil für PIP-Geschädigte abzuwarten

Zwar ist das vorgelegte Gutachten nicht mit einem Urteilsspruch gleichzusetzen, jedoch orientieren sich Richter bei ihrem Entscheid häufig an der vorgelegten Einschätzung.


Quelle: Rechtssache C-581/18

Berlin, 23. Januar 2020. Patienten wollen Operationsrisiken und -narben gerne vermeiden. Dies gilt ganz besonders dann, wenn es um das äußere Erscheinungsbild und ästhetische Behandlungen geht. Die aktuelle Statistik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) zeigt, dass nicht-invasive Eingriffe wie Faltenunterspritzungen (39,4 Prozent) an der Spitze der am häufigsten durchgeführten Behandlungen stehen. Da sie ohne großen operativen Aufwand schnelle Effekte erzielen, erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Doch auch wenn der Eingriff auf den ersten Blick minimal erscheint, sind die Gefahren, die von nicht fachgerecht durchgeführten Behandlungen ausgehen, groß und werden oft unterschätzt.

Entscheidende Faktoren für einen gelungenen Eingriff sind der behandelnde Arzt, dessen Ausbildung und Erfahrung. Die aktuelle DGÄPC Statistik 2018/19 zeigt, dass für mehr als jede*n dritte*n Patient*in bei der Wahl des Arztes für Ästhetisch-Plastische Behandlungen hingegen eher ein guter Ruf (39,2 Prozent), aber auch die Behandlungshäufigkeit (38,8 Prozent) wichtig sind.

Doch auch auf den Facharzttitel sollten Patienten achten. Für nur 22,8 Prozent der anonym befragten Patienten war dieser Faktor bei der Arztwahl ausschlaggebend. Die Ausbildung zum Arzt allein ist jedoch für eine Ästhetisch-Plastische Behandlung nicht ausreichend. Bezeichnungen wie Schönheitschirurg und Ästhetischer oder auch Kosmetischer Chirurg sind ebenfalls ungeschützte Bezeichnungen und ein Indiz dafür, dass es sich hier nicht um einen umfassend ausgebildeten Facharzt aus dem Bereich der Plastisch-ÄsthetischenChirurgie handelt. Das persönliche Beratungsgespräch sollten Patienten daher auch nutzen, um den Arzt nach seiner Ausbildung und seinem Titel zu fragen.

Facharzttitel steht für Expertise

Die DGÄPC empfiehlt Patient*innen, bei der Arztsuche von Anfang an Wert auf den Titel Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie zu legen. Nur dieser steht für eine umfassende Ausbildung, Fachwissen und langjährige Berufserfahrung. Auffallend günstige Preise oder sogenannte Lockangebote sollten kritisch bewertet und beim persönlichen Beratungsgespräch hinterfragt werden. Die Mitgliedschaft in einem Fachverband ist zudem ein Qualitätsmerkmal, an dem sich Patienten orientieren können. Die Aufnahmekriterien sind streng. Die Mitglieder sind zudem verpflichtet, sich kontinuierlich fortzubilden.

„Patient*innen sollten bei der Arztwahl größte Sorgfalt walten lassen und sich stets kritisch fragen: In wessen Hände begebe ich mich?“, rät Dr. Harald Kaisers, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie. „Die Häufigkeit der Behandlungen steht nicht automatisch für Qualität und ist als alleiniger Indikator bei der Arztwahl nicht ausreichend. Patient*innen sollten bei der Wahl des Arztes auch den angebotenen Beratungsumfang, die Möglichkeiten der Nachsorge und Korrekturen in den Fokus stellen. Ein Plastisch-ÄsthetischerChirurg ist umfassend ausgebildet und weiß, was bei speziellen Fragestellungen oder Komplikationen zu tun ist.“

Darauf sollten Patienten bei der Wahl des Arztes achten:

  • Der Arzt trägt einen Titel Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
  • Im Beratungsgespräch wird ausführlich über den Eingriff, Risiken, mögliche Komplikationen und Folgen informiert
  • Es wird ein realistisches Bild des möglichen Ergebnisses geliefert und kein Traumergebnis garantiert
  • Der Arzt beantwortet alle Fragen –auch zu seiner Ausbildung und seinem Titel
  • Es besteht die Möglichkeit der Bedenkzeit
  • Die Nachsorge gehört zum Behandlungsplan
  • Die Kosten sind transparent und die Behandlung wird nicht zu einem marktunüblichen bzw. Schnäppchenpreis angeboten

 

Hilfestellung bei der Suche nach einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie erhalten interessierte Patienten auf der Webseite der DGÄPC.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)

Implantate.org berichtete bereits über das seltene Lymphom BIA-ALCL, dessen Entstehung in Verbindung mit Brustimplantaten steht.
Der Großteil der an Krebs erkrankten Frauen hat zuvor Implantate der Firma Allergan eingesetzt bekommen. Das Unternehmen hat deshalb freiwillig weltweit bestimmte Implantate zurückgerufen.

Vorsorgliche Implantat-Entfernung nicht empfohlen

Von den 600 gemeldeten Fällen der an BIA-ALCL erkrankten Frauen, haben rund 500 Patientinnen texturierte Brustimplantate des Pharmaunternehmens Allergan getragen. Die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) findet die Rückruf-Entscheidung von Allergan angebracht, rät aber ausdrücklich von einer vorsorglichen Entfernung besagter Implantate ab.

Mögliche Symptome ernst nehmen und abklären

Erste Anzeichen der Erkrankung können laut FDA Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Brustimplantate sein. Betroffene sollen besonders wachsam auf mögliche Symptome achten und Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Eine Rücksprache mit dem Chirurgen wird auch empfohlen, wenn die Patientin nicht sicher ist, ob ihre Implantate vom Rückruf betroffen sind.

Seltene Erkrankung mit guter Prognose

Bislang gab es in Deutschland 12 gemeldete Fälle des seltenen Lymphoms (Stand April 2019). Verlauf und Prognose von BIA-ALCL sind vorwiegend gutartig: 93% der Patientinnen gelten als krankheitsfrei bei Nachuntersuchungen nach 3 Jahren.


Quelle: dgpraec (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen) und dkfz (Deutsches Krebsforschungszentrum), die Pressemitteilung von Allergan gibt es hier.

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