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Medizinische Indikationen für eine Brustvergrösserung im Sinne ästhetischer Verbesserungen sind generell kaum gegeben, weil, so das Argument, eine Brustvergrösserung keinerlei medizinische und gesundheitliche Vorteile hat. Allerdings wird von Ausnahmefällen berichtet, bei denen Krankenkassen im Sinne einer medizinischen Indikation entschieden und die Kosten für eine Brust-OP erstattet haben. 

Eine als zu klein empfundene Brust ist aber alleine sicherlich kein Erstattungsgrund. Anders sieht es bei sogenannten angeborenen Deformitäten aus, z.B. erheblichen Asymmetrien in Form und Größe oder deutlichen tubulären (schlauchförmigen) Brüsten. Solche Fehlbildungen bringen nicht selten erhebliche psychologische Beeinträchtigungen für die Betroffenen mit sich. Hier kann es evt. sein, dass die Kasse zumindest einen Teil der Kosten finanziert, weil bedingt medizinische Gründe vorliegen. Die Voraussetzungen sind am besten mit der jeweiligen gesetzlichen oder privaten Krankenkasse im Vorfeld abzuklären, verschiedene Kassen urteilen auch verschieden. Einen rechtlichen Anspruch gibt es hier nicht.

Bedingt medizinische Gründe können vorliegen bei angeborenen Deformitäten wie:

• Erheblich unterschiedlich große Brüste (Asymmetrie/Mammaasymmetrie)
• Mammaaplasie
• Tubulärer Brustdeformität
• Seltenen angeborenen Brustdeformitäten (Polymastie, Polythelie)


> Nächstes Kapitel: In diesen Fällen bezahlt die Krankenkasse die Brust-OP



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