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Was die Häufigkeit einer Wundheilungsstörung nach einer Brust OP angeht, zu der insbsondere die Nahtdehiszenz (Aufgehen des Naht) gehört, hängt diese im Wesentlichen von der Spannung auf dem Wundbereich ab. Hier dürfte das Risiko bei besonders grossen Implantaten im Verhältnis zum Brustvolumen (und/oder bei gleichzeitiger Bruststraffung) erhöht sein.

Wundheilungsstörungen sind aber auch vom Zugangsweg abhängig:

Axillärer Zugang = implantatfern = geringes Risko einer Nahtdehiszenz

Brustfaltenschnitt = implantatnah = Risiko in Abhängigkeit von der Implantatgrösse höher

Die Nahtdehiszenz ist deswegen von besonderem Interesse, da sich eine ästhetisch kompromittierende Narbe entwickeln kann. Um die Spannung auf den Wundbereich möglichst gering zu halten, werden postoperativ routinemässig spezielle Wundpflaster und Druckverbände zur Zugentlastung eingesetzt. Wenn es zu erwarten ist, dass die Spannung länger anhalten wird, sollte an eine Verlängerung der Tragezeit dieser Hilfsmittel gedacht werden.

Nicht zuletzt sollten allgemeinmedizinische Aspekte Erwähnung finden. Rauchen gilt weiterhin als ein Risikofaktor für Heilstörungen aller Art. Auch übermässige körperliche Belastung, eigene Manipulationen an der Brust und falsche Lage (Bauchlage) sind Risikofaktoren für eine Wundheilungsstörung. 


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