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Narbenbildung nach Brustvergrösserung

Narbenbildung nach Brust-OP

Um die Narben bei einer Brustvergrösserung weitgehend unsichtbar und dezent zu gestalten, verwenden die meisten plastischen Chirurgen eine Nahttechnik, die innerhalb der Hautschicht verläuft (Intrakutannähte). Das klassische “Strickleitermuster” von normalen Hautnähten wird dadurch vermieden (ganz entscheidend für die Narbenbildung). Um mögliche Spannung auf der Wundregion zu reduzieren, wird auch das Unterhautgewebe, allerdings mit selbstauflösenden Nähten, adaptiert. Außerdem helfen spezielle Wundpflaster und Druckverbände, den Narbenbereich vor Zug zu schützen, welcher ein hässliches Aufdehnen der Narbe zur Folge haben könnte.

Kein Sonnenbaden nach Brust-OP

Narbengewebe ist grundsätzlich lichtempfindlicher als intakte Haut. Sonnenbestrahlung (auch das Solarium) sollte in den ersten 6 Monaten gemieden werden, da es sonst zu einer bleibenden Verdunkelung der Narbe (Hyperpigmentierung) kommen kann.

Narbe verblasst innerhalb von 3 Jahren nach OP

Innerhalb des ersten Jahres nach der Operation ist bei einem typischen Verlauf die Narbe voraussichtlich noch sichtbar und unterscheidet sich farblich von der Haut des umliegenden Gewebes. Im Laufe von drei Jahren sollte die Narbe so gut wie unsichtbar werden.

Abgewanderte, "verrutschte" Narben

Wenn die Narbe den Eindruck erweckt, sie sei gewandert, dann hat sich tatsächlich nicht die Narbe bewegt, sondern wahrscheinlich die Implantatposition. Dieser Eindruck entsteht dann, wenn der OP-Schnitt in der Brustfalte im nachhinein nicht die ideale Position zum Brustimplantat und der neu entstehenden Brustfalte hat. Einige Ärzte versuchen dieses Risiko der sichtbaren Narbe unterhalb der Brustfalte zu minimieren, indem sie die Narbe von Anfang an etwas höher setzen, so dass sie im ungünstigsten Fall auf der blossen Brust zu sehen ist, nicht aber im Bikini oder BH.

Starke Narbenbildung, auffällige Narben nach Brust-OP

Im allgemeinen bleiben Narben nach einer Brustvergrösserung unauffällig und kaum sichtbar. Neigt eine Patientin generell zu überschießender Narbenbildung (Keloide), können die Narben aufgeworfen und unansehnlich werden. In diesen seltenen Fällen kann man versuchen, mit Externa wie Pflastern und Cremes zur Keloid-Therapie, gegebenenfalls sogar Kortisoninjektionen, die Narbenbildung zu verbessern.

Korrektur stark sichtbarer Narben

Wenn trotz Pflastern und Cremes das Narbenergebnis nicht zufriedenstellend ist, kann nach Beendigung der Narbenreifung (ca. 3 Monate) eine Narbenkorrektur, wie z.B. die Dermabrasion (Abschleifen der Narbe) erfolgen. Falls eine Neigung zu überschiessender Narbenbildung bekannt ist, sollte dies bereits im Vorfeld der Behandlung mit eingeplant werden.

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