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Das Double Bubble Phänomen beschreibt ähnlich der Wasserfall-Deformität eine Doppelkonturierung der Brust nach einer Brust OP. Diese ist in der Seitansicht besonders gut zu erkennen, aber im Gegensatz zur Waterfall-Deformierung liegt die zweite Konturierung durch das Implantat nicht oberhalb der Brustwarze, sondern zwischen Mamille und Unterbrustfalte.

Doubble Bubble, seitliche AnsichtDoubble Bubble, seitliche AnsichtAm häufigsten entsteht ein Double Bubble, wenn die Basis* der Brust von vornherein zu schmal ist, d.h. wenn vor der Brustvergrösserung eine zu kleine Brustanlage vorliegt, die im Durchmesser zu niedrig im Vergleich zum vorhandenen Brustkorb ist. Eine Brustvergrösserung ist zwangsläufig auch mit einer Verlagerung der Unterbrustfalte nach unten verbunden, damit die Brüste "natürlich fallen" können. Sonst käme es ja zu einem Hochstand der Brüste. Wenn sich nach Einsetzen der Implantate die stramme Anheftung des Haut-Weichtelgewebes am Brustkorb unterhalb der natürliche Brustfalte nicht lockert, kann das Implantat nicht natürlich in eine angestrebte neue Brustfalte fallen, sondern "drängt" sich nach vorne (und zur Seite) sichtbar heraus – das Double Bubble Phänomen.

Vermeidung der Double Bubble DeformitätDoubble BubbleDoubble Bubble Dislokation, frontale Ansicht

Wenn man ein grösseres Brustimplantat mit passenden Durchmesser einsetzen will, muss die gewünschte neue Unterbrustfalte bei schmaler Brustbasis (s.o.) deutlich niedriger angelegt werden. Man sollte bereits beim Einbringen des Implantats überprüfen, ob sich das Weichgewebe (Brustdrüse, Fett und Haut) nach unten dehnt, so dass die bestehende Falte der kleinen Brust verschwindet. Wenn das nicht der Fall sein sollte, ist ein Ablösen der zu straffen Anheftung z.B. durch Entlastungsschnitte nach unten effektiv, damit sich unterhalb der Implantate eine neue Unterbrustfalte in Idealposition bilden kann.

Korrektur OP des Double Bubble Phänomens

Wenn sich die Haut für die Implantate nicht genügend gedehnt hat, dass sich eine ideale neue Unterbrustfalte gebildet hat, dann ist – je nach ästhetischem Ergebnis – auch über eine operative Korrektur nachzudenken. Dabei müssen die Implantate nicht entfernt, sondern durch Mobilisation der zu straffen Haut-Weichgewebsanheftung unterhalb "befreit" werden.

Wie schon erwähnt: ist das Risiko bereits während der Brustvergrösserung erkennbar, sollte eine Entlastung bereits während der OP erfolgen.

Double Bubble bei Schlauchbrüsten

Bei schlauchförmigen Brüsten gilt die Brustvergrösserung als wichtige Therapieoption. Da Schlauchbrüste durch tubenförimige Brustvolumina bei schmaler Basis* gekennzeichnet sind, ist hier das Risiko der Double Bubble Deformierung hoch. Meist wird diesem Problem durch bereits im Ersteingriff (Implantation) durchgeführte Entlastungen Rechnung getragen.

*Basis = anatomischer Bereich der Brustgewebes, der dem Brustkorb anliegt. Je grösser die Basis, desto grössere Implantatdurchmesser können eingesetzt werden.
 

 

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