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Silikonimplantate

Silikonimplantate werden in Europa ganz klar favorisiert; ihr Marktanteil liegt bei ca. 90%! In der Hauptsache handelt es sich dabei um kohäsive...

Nur etwa jedes zehnte Implantat in Europa ist mit Kochsalzlösung (NaCl in Wasser) gefüllt. Vor allem Frauen, die ein gesundheitliches Risiko ausschließen wollen, das durch das Auslaufen eines defekten oder durch einen Unfall beschädigten Implantates verursacht werden könnte, entscheiden sich für Brustimplantate, die mit einer physiologischen Kochsalzlösung gefüllt sind.  Dabei müssen sie in Kauf nehmen, dass Kochsalz-gefüllte Brustimplantate gewisse Grenzen sowohl hinsichtlich eines natürlichen Erscheinungsbildes als auch beim Anfühlen haben. Unstabile Formen (umgangssprachlich als „Schwabbeln" bezeichnet) und Gluckergeräusche („Meeresrauschen") werden häufig genannt – gelten aber zunehmend als typische Klischeebilder, denn auch Brustkissen mit Kochsalzlösung sind mittlerweile deutlich verbessert worden.

In den USA liegt der Marktanteil von Kochsalzimplantaten bei 50% und ist somit um einiges höher als in Europa. Das liegt an einer US-Studie, die einen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und Silikonimplantaten herstellte. Der Markt reagierte zwischenzeitlich mit einem Verkaufsverbot.

Andere Studien entlasteten das Silikon, wodurch das Verkaufsverbot in den USA wieder aufgehoben wurde. Viele amerikanische Chirurgen verwenden aber weiterhin Kochsalzlösung als Implantatfüllung, und sehen sich durch den PIP-Skandal um krebsauslösendes Billigsilikon natürlich bestätigt. Tatsächlich besteht aber diese Gefahr bei den hochwertigen, medizinischen Köhäsiv-Silikongelen nicht.

Kochsalz-gefüllte Implantate bieten allerdings meist ein weniger natüriches Aussehen und Tastgefühl als silikon-gefüllte Implantate, da deren Konsistenz eher nicht dem natürlichen Brustgewebes gleicht. Befürworter des Kochsalzimplantats meinen aber, dass dieser Faktor nur bei Frauen mit wenig eigenem Brustgewebe eine bedeutende Rolle spielt. Bei Frauen mit genügend eigenem Brustgewebe könne dieses auch schon zu einem ebenso natürlichen Ergebnis führen. Als weitere Vorteile gelten: ein kleinerer Hautschnitt, ein flexibleres Implantat und ein niedrigerer Preis gegenüber silikongel-gefüllten Brustkissen.

Anders als Implantate mit kohäsivem Silikongel, können Kochsalzimplantate bei Beschädigung auslaufen. Sollten Kochsalzimplantate beschädigt werden, so läuft die Kochsalzlösung zwar in die Brust  aus, wird aber auf natürlichem Weg durch den Körper transportiert und anschließend durch den Harn ausgeschieden. Bedingt durch den Formverlust wäre ein Austausch allerdings dennoch notwendig.

Vorteile

• Kein gesundheitliches Risko beim Auslaufen

• Unproblematisch bei gutem primären Brustgewebe

• Unproblematisch bei Implantatposition unterhalb des Brustmuskels

• Leichteres Einbringen (kleinerer Schnitt)

• Gegenüber Silikongel kostengünstiger

Nachteile

• Instabilere Form, keine optimale Ausformung

"Schwabbeln", langfristige Formveränderung

• "Gluckergeräusche", bei modernen Implantaten aber wohl nicht

• Bei dünnem Weichgewebe unnatürlich

• Haptik nicht natürlich

• Auslaufen möglich

Expander

Im Grunde kann man Gewebe-Expander auch zu den kochsalzgefüllten Implantaten zählen, die allerdings nicht dauerhaft im Körper verweilen, sondern nur als Vorbereitung für endgültige Implantate z.B. bei Brustrekonstruktionen oder bei besonderers kleinen Primärbrüsten Verwendung finden. Mehr hierzu finden sie im Kapitel: Expander

 

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