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Gewebe-Expander

Gewebe-Expander werden schon sehr lange in der platischen und rekonstruktiven Chirurgie eingesetzt. Sie dienen der langsamen Aufdehnung von Gewebeabschnitten (z.B. Hautmantel), um eine Vermehrung dieses Gewebes zu erzielen und nachfolgend einen besseren Wundverschluss, eine Hautdeckung o.ä. möglich zu machen. Ein Expander besteht aus einer Implantathülle aus Silikon, einem dehnbaren (auffüllbaren) Hohlraum-Körper und einer Art Ventil, um diesen Körper gezielt (mit Kochsalzlösung) zu füllen.

Expander für flache Brüste, Brustrekonstruktionen

Der Gewebe-Expander in der Brustchirurgie kommt bei ausgeprägt kleinen (flachen) Brüsten oder bei Brustrekonstruktionen nach Brustentfernung (Brustkrebsbehandlung) zum Einsatz. In beiden Fällen ist nicht genug Haut- und Weichteilgewebe für das Einbringen von Implantaten angestrebter Grösse vorhanden.

Vorgehensweise bei Expandern für grössere Brüste

Durch einen kleinen Hautschnitt wird ein solcher Expander eingebracht und noch während der Operation mit Kochsalzlösung gefüllt. Ein unter die Haut gelegtes Ventil ermöglicht es, ein behutsames und langsames Aufdehnen des Hautmantels und auch nachträglich ein individuelles Variieren der Implantatgrösse ohne Dehnungsstreifen zu riskieren. Nach Ausformung des Haut-Weichteilmantels kann dann ein dauerhaftes Brustimplantat (silikongel-oder kochsalzlösunggefüllt) eingesetzt werden.

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