Häufig nachgefragt

Beschädigung, Platzen, Auslaufen von Implantaten

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Brustvergrösserung ohne Operation

Viele Frauen, die unter dem subjektiven Leidensdruck einer zu kleinen Brust stehen, wollen nicht unbedingt Fremdkörper in ihren Körper eingebracht wissen,...

Was kostet eine Brustvergrösserung – Die Preise von Brustimplantaten

Die Preise für eine Brustvergrösserung mit Implantaten können von Arzt zu Arzt und Klinik zu Klinik variieren und sind von der fachärztlichen...

Silikonimplantate

Silikonimplantate werden in Europa ganz klar favorisiert; ihr Marktanteil liegt bei ca. 90%! In der Hauptsache handelt es sich dabei um kohäsive...

Brustkrebs (Mamma-Ca.) ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Laut Statistik ist jede zehnte im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Aber nicht nur die Behandlungs-, sondern auch die Diagnosemöglichkeiten des Mammakarzinoms sind heutzutage besser denn je. Gentests erlauben es sogar, vorherzusagen, ob ein besonders hohes Risiko für eine Brustkrebserkranking besteht.

Aktuell sorgt in diesem Zusammenhang das Besipiel der US-Schauspielerin Angelina Jolie für Schlagzeilen. Bei einer genetischen Untersuchung stellte sich heraus, dass Jolie Trägerin der vererbbaren Genmutation BRCA1 ist und damit ein fast 90%iges Risiko in sich trägt, an Brustkrebs zu erkranken. Vorsorglich ließ sich die Schauspielerin daher das Brustgewebe beider Brüste entfernen.

Dieser Fall ist nicht ungewöhnlich. Nach Recherchen der Zeitung "Rheinische Post" z.B. entscheiden sich 2/3 der Patientinnen, bei denen die Krebsgene BRCA1 oder BRCA2 (BRCA: Abkürzung für Breast Cancer = Brustkrebs) diagnostiziert wurde, für eine Brustamputation. Schätzungen zufolge sind ca. 5–10% aller Fauen von den Genmutationen betroffen. Diese Frauen haben zudem ein höheres Risiko für Eierstockkrebs. Ein Gentest wird allerdings nur dann vorgenommen, wenn die familiäre Disposition ein Risiko anzeigt, also z.B. Mutter oder Schwester bereits an einem Mammakarzinom erkrankt sind. Die Familiengeschichte bezüglich Brustkreberkrankungen ist daher der wichtigste Hinweis auf eine genetische Dispoition.

Prophylaktische Mastektomie

Liegt ein familiäres Risiko vor, kommt die Krankenkasse für den Gentest auf und übernimmt die Kosten für die Entfernung der Brust. Eine Rekonstruktion der Brust mit Implantaten oder körpereigenem Gewebe wird jedoch nicht von allen Kassen finanziert.

Bei der Mastektomie gibt es zwei Varianten:

• Subkutane Mastektomie

Diese Verfahren Brustdrüsengewebe wird entfernt, aber Brusthaut, Brustwarze und Brustwarzenhof bleiben erhalten.

• Einfache (vollständige) Mastektomie

Neben dem Brustdrüsengewebe wird zusätzlich die Brustwarze, die Brusthaut und ggfs. die Lymphknoten entfernt. Dieses Verfahren wird aufgrund der Radikalität nicht typischerweise für die vorsorgliche Mastektomie im jüngeren Alter verwendet. Es steh vor allem dann zur Diskussion, wenn schon eine Brust mit Krebs befallen ist, und radikal operiert werden muss und eine Brustrekonstruktion nicht gewünscht ist.

Alernative: Engmaschige Kontrolle

Verständlicherweise lehnen viele Frauen einen so belastenden Eingriff wie die Mastektomie ab. Für sie gibt es die Möglichkeit regelmäßiger Kontrolluntersuchungen. Dabei wird zweimal jährlich ein Ultraschall der Brust vorgenommen und die Brust sorgfältig abgetastet. Hinzu kommt einmal im Jahr eine Mammografie und eine Magnetresonanz-Tomographie (MRT).

Prognose und Wiederherstellung

Mit der vollständigen Entfernung der Brust ist eine Brustkrebserkrankung natürlich ausgeschlossen. Bei der subkutanen Mastektomie (nur Entfernung des Drüsengewebes mit Erhalt von Haut und Brustwarze) muss ein minimales (Rest-)Risiko für eine Brustkrebserkrankung durch möglicherweise verbliebenes Gewebe unter der Brustwarze  dabei in Kauf genommen werden.
Die Möglichkeiten der Wiederherstellung der Brust sind bei der subkutanen Mastektomie sehr gut. Anders als bei primär zu kleinen Brüsten ist der Hautmantel für eine Brustimplantatversorgung schon ideal vorhanden. Oftmals kann die Einbringung der Implantate in gleicher Sitzung mit der Brustgewebeentfernung erfolgen, was natürlich enorme psychologische Vorteile hat.
Im Falle einer radikaleren Mastektomie ist eine Brustrekonstruktion jedoch auch möglich.

 

 

 

 

Gewebe-Expander werden schon sehr lange in der platischen und rekonstruktiven Chirurgie eingesetzt. Sie dienen der langsamen Aufdehnung von Gewebeabschnitten (z.B. Hautmantel), um eine Vermehrung dieses Gewebes zu erzielen und nachfolgend einen besseren Wundverschluss, eine Hautdeckung o.ä. möglich zu machen. Ein Expander besteht aus einer Implantathülle aus Silikon, einem dehnbaren (auffüllbaren) Hohlraum-Körper und einer Art Ventil, um diesen Körper gezielt (mit Kochsalzlösung) zu füllen.

Der Gewebe-Expander in der Brustchirurgie kommt bei ausgeprägt kleinen (flachen) Brüsten oder bei Brustrekonstruktionen nach Brustentfernung (Brustkrebsbehandlung) zum Einsatz. In beiden Fällen ist ein Mangel an Haut- und Weichteilgewebe für das Einbringen von Implantaten angestrebter Grösse anzutreffen.
Durch einen kleinen Hautschnitt wird ein solcher Expander eingebracht und noch während der Operation mit Kochsalzlösung gefüllt. Ein unter die Haut gelegtes Ventil ermöglicht es, ein behutsames und langsames Aufdehnen des Hautmantels und auch nachträglich ein individuelles Variieren der Implantatgrösse ohne Dehnungsstreifen zu riskieren. Nach Ausformung des Haut-Weichteilmantels kann dann ein dauerhaftes Brustimplantat (silikongel-oder kochsalzlösunggefüllt) eingesetzt werden.


> Nächstes Thema: über dem Brustmuskel oder unterhalb? Die Implantatplatzierung

Die Bruststraffung nimmt eine Sonderstellung bei der ästhetisch-chirurgischen Brusttherapie ein. Hier liegt primär nicht unbedingt das Ziel in einer Brustvergrösserung, sonder vielmehr in einer Rekonstruktion einer Brust nach einem ästhetisch bedeutsamen Volumenverlust, in der Regel durch Involution (Rückbildung) des Brustgewebes.

Gründe für eine Bruststraffung

• Rückgang des Brustvolumens nach Schwangerschaft oder Stillzeit (postnatale Mammahypoplasie)

• Altersbedingter Schwund des Brustvolumens (Involutionsmammahypoplasie)

• Verlust des Brustgewebes durch Unterernährung

Für die Bruststraffung werden häufig zusätzlich auch Brustimplantate eingesetzt  (Augmentationsstraffung), aber die chirurgische Technik muss die Notwendikeit der Straffung (Reduktion überflüssiger Hautanteile, der Drüsenanteile bzw. des Fettkörpers) berücksichtigen. Typischerweise erfolgt dies mit einem vertikalen Schnitt unterhalb der Brustwarze bis in die Umschlagfalte um die Brustwarze herum.  Auf diese Weise wird eine Straffung durch Zusammenziehen in Richtung unterhalb der Brustwarze erzielt und eine einwandfreie Brustkontur rekonstruiert (Lejour-Technik). Optisch wandert dadurch die Brustwarze wie gewünscht nach oben. Allerdings bleibt eine charakteristische vertikale Narbe unter der Brustwarze und diskret auch um den Brustwarzenhof zurück.

Wichtig: Wie alle kosmetisch-ästhetischen Brustkorrekturen werden Bruststraffungen nicht von den Krankenkassen unterstützt.

Beispiel

Brustimplantate vorher nachher vor OPVor OPBrustimplantate vorher nachher vor OP3 Jahre nach OP

Indikation zur OP: ästhetische Korrektur einer Involutionsmammahypoplasie

3 Jahr nach Brust-OP
OP Methode: Straffungsaugmentations, i-Schnitt, Modifikation nach Lejour
Implantat-Position: über dem Brustmuskel (ÜBM)
Implantatform: runde Implantate
Implantatgrösse: 280 ml

Hier finden Sie weitere Vorher-Nachher-Bilder von Brusttraffungen


> Nächstes Kapitel:Risiken einer Brustvergrösserung

Eine Brustrekonstruktion ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem eine Brust neu aufgebaut wird. Meist geschieht dies nach einer Mastektomie (Brustentfernung), wie sie etwa bei einer Brustkrebserkrankung notwendig geworden ist. Etwa 70 Prozent aller Brustkrebserkrankungen können heute zwar durch eine brusterhaltende Therapie (BET) behandelt werden, die Zahl der Brustamputationen und deren psychischen Auswirkungen ist aber weiterhin hoch.

iStock 000005495427XSmallWenn ein Wiederaufbau der Brust nach einer Tumorentfernung mit Mastektomie in Betracht gezogen wird, stehen den betroffenen Frauen normalerweise zwei Wege offen:

Primärer Wiederaufbau der Brust

Falls die Brust chirurgisch entfernt wird, kann der Wiederaufbau der Brust bereits direkt im Anschluss vorgenommen werden (primäre Rekonstruktion). Entscheidend ist hier, wie sicher die Situation zu beurteilen ist und in welchem Umfang die Brusthaut bzw. Brusthautanteile erhalten werden können. Die primäre Rekonstruktion erspart einen weiteren operativen Eingriff und dürfte auch das bessere ästhetische Resultat erzielen.

Sekundäre Brustrekonstruktion

Wenn die lokale-chirurgische Situation bei Entfernung noch unklar ist und eine Abheilung deswegen abgewartet werden soll, kann der Wiederaufbau der Brust aber auch zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt durchgeführt werden (sekundäre Brustrekonstruktion). Typischerweise hat sich bei einem zweizeitigen Vorgehen allerdings ein Mangel an Haut und Weichgewebe ergeben, so dass ein direktes Einbringen eines Implantats mit Problemem behaftet ist. Hier helfen dann Gewebe-Expander, den Haut-Weichteilmantel vorzubereiten.
Bei Brustrekonstruktionen werden die Implantate in der Regel unter dem Brustmuskel platziert, um hier eine natürliche Brustform zu erzielen.

Mamillenrekonstruktion

Bei der Mamma-Ablatio (chirurgische Entfernung der Brust) werden oftmals auch die Brustwarzen mitentfernt. Die Rekonstruktion der Brustwarze (Mamille)  und des Brustwarzenhofs erfordert sehr hohe chirurgische Kompetenz. Da die Brustwarze dunkler pigemntiert ist, wird ein entsprechend pigmentiertes Hauttransplantat benötigt, dass sich in der Leiste an der Grenze zum Genitalbereich finden lässt.  Es gibt mitlerweile auch erfolgreiche Techniken der Einfärbung durch Tätowierung.

Das Spektrum verschiedener operativer Techniken einer Brustrekonstruktion hat sich in den letzten Jahren fortwährend weiterentwickelt, womit heute Ergebnisse erzielt werden können, die sehr ermutigend sind.


> Sonderfall der Brust-OP: die Bruststraffung

 

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